Gilt auch für die Blogosphäre: „Herrschaft der Zeitreichen“

Dominiert wird das Internet von einer Minderheit der Zeitreichen, die diesem Medium ihre volle Aufmerksamkeit widmen wollen und können.

Das Internet gefällt sich zwar in der Beschreibung, ein Medium
der Chancengleichheit für alle zu sein, aber dies ist
ein Trugschluss. Tatsächlich erfordert es nicht nur ein gewisses
technologisches Grundverständnis, sondern auch
ein erhebliches Zeitbudget, die Möglichkeiten des Internets
so zu nutzen, dass man es nicht nur passiv konsumiert,
sondern auch aktiv gestaltet. …

Diese Herrschaft der Zeitreichen ist nicht gleichzusetzen
mit einer Demokratie der Geistreichen, denn Zeit zur
Verbreitung eigener Ideen zu haben, sagt noch nichts über
die Qualität dieser Ideen aus.

Aus: Stephan Eisel: Internet und Demokratie. Herausgegeben im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung
Freiburg i. Br.: Herder (2011), S. 287

Gefunden über Josef Bordat.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert