{"id":1089,"date":"2013-02-08T05:44:05","date_gmt":"2013-02-08T03:44:05","guid":{"rendered":"http:\/\/b-logos.de\/?p=1089"},"modified":"2017-06-14T15:07:35","modified_gmt":"2017-06-14T15:07:35","slug":"mit-der-absicht-die-einnistung-zu-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/b-logos.de\/?p=1089","title":{"rendered":"\u201e&#8230; mit der Absicht, &#8230; die Einnistung &#8230; zu verhindern, &#8230;\u201c"},"content":{"rendered":"<p>S. E. Kardinal Meisner hat in seiner <a title=\"K\u00f6lner Erzbischof Joachim Meisner ver\u00f6ffentlicht Erkl\u00e4rung zur &quot;Pille danach&quot;\" href=\"http:\/\/www.kath.net\/detail.php?id=39903\">Stellungnahme vom 31.1.2013<\/a> wohlgemerkt nicht auf die tats\u00e4chliche, sondern auf die beabsichtigte Wirkung des eingesetzten Hormonpr\u00e4parates abgehoben. Damit hat er auf eine ethische Beurteilung der\u00a0\u201ePille-danach\u201c als solche, wie bisher \u00fcblich, verzichtet. Vorausgegangen war nach seinen Worten eine Beratung durch \u201eFachleute\u201c.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--more-->Dabei wurde deutlich, dass darunter unterschiedliche Pr\u00e4parate mit unterschiedli\u00adchen Wirkprinzipien zu verstehen sind, deren Wirkungen und Nebenwirkungen sich in der wissenschaftlichen Diskussion immer weiter kl\u00e4ren. Daraus ergeben sich ethische Konsequenzen. Kardinal Meisner<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die beiden im Handel befindlichen Pr\u00e4parate sind das \u00e4ltere Levonorgestrel und das seit 2009 zugelassene Ulipristal. Der Ausdrucksweise \u201ederen Wirkungen und Nebenwirkungen sich &#8230; immer weiter kl\u00e4ren\u201c von Kardinal Meisner entnehme ich, dass die \u201eFachleute\u201c ihm vermittelt haben, dass es einen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn gebe, der eine Neubewertung der beiden Pr\u00e4parate erforderlich mache. Einen Eindruck von dieser Art Expertise bekommt man durch die Aussage des Vorsitzenden des Bundesverbandes der Frauen\u00e4rzte, Dr. Christian Albring. In der <a title=\"In Gottes Namen \u2013 wie gnadenlos ist der Konzern Kirche?\" href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/guentherjauch\/guentherjauch277.html\">Sendung \u201eG\u00fcnther Jauch\u201c vom 3.2.2013<\/a> mit dem vorverurteilenden Titel <em>In Gottes Namen \u2013 wie gnadenlos ist der Konzern Kirche?<\/em>, ab Minute 9:54, hei\u00dft es zun\u00e4chst in einem redaktionellen Beitrag<\/p>\n<blockquote><p>Die <em>Pille-danach<\/em>. Sie soll eine Schwangerschaft verhindern. Viele glauben daher, dass die <em>Pille-danach<\/em> in der Lage ist, eine bereits befruchtete Eizelle zu zerst\u00f6ren. Das k\u00e4me f\u00fcr die katholische Kirche einer Abtreibung gleich. Aktuelle Forschungen nach Einf\u00fchrung eines neuen Pr\u00e4parates belegen aber, ist die Eizelle schon befruchtet, wirkt die <em>Pille-danach<\/em> offenbar nicht mehr. Abtreibung ausgeschlossen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Soweit der Sprecher des redaktionellen Beitrags. Es folgt ab 9:20 eine Interviewaussage von Dr. Albring<\/p>\n<blockquote><p>Erst durch die neue Pille danach kam es zu erweiterten Studien und die haben eindeutig den Wirkmechanismus dargestellt und so wissen wir heute mit Sicherheit, dass es nicht zu einer Abtreibung kommt, sondern nur zu einer Verschiebung des Eisprunges.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dazu ist zu sagen, dass im gyn\u00e4kologischen Sprachgebrauch erst ab der Einnistung von einer Schwangerschaft und damit auch von einer Abtreibung die Rede ist. Weiter im redaktionellen Beitrag:<\/p>\n<blockquote><p>F\u00fcr den K\u00f6lner Kardinal Meisner ist die Pille danach pl\u00f6tzlich kein Tabu mehr, zumindest im Falle von Vergewaltigungen&#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>Und so t\u00f6nt es weiter durch die <a title=\"Kardinal Meisner erlaubt nun doch die \u201ePille danach\u201c\" href=\"http:\/\/www.wz-newsline.de\/home\/politik\/inland\/kardinal-meisner-erlaubt-nun-doch-die-pille-danach-1.1222888\">Medien<\/a> \u201eKardinal Meisner erlaubt nun doch die <em>Pille danach<\/em>\u201c. Nicht nur das. Ohne eine Stellungnahme der Weltkirche abzuwarten wird die \u00c4u\u00dferung stehenden Fu\u00dfes in ethische Richtlinien f\u00fcr katholische Krankenh\u00e4user umgesetzt: Vergewaltigte Frauen k\u00f6nnen k\u00fcnftig in katholischen Krankenh\u00e4usern in Nordrhein-Westfalen eine &#8218;Pille danach&#8216; erhalten, schreibt die <a title=\"NRW-Bist\u00fcmer folgen Kardinal Meisner bei &quot;Pille danach&quot;\" href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/nrw-bistuemer-folgen-kardinal-meisner-bei-pille-danach-id7567833.html\">WAZ<\/a>.<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst zu den von Kardinal Meisner mutma\u00dflich ber\u00fccksichtigten Experten. Der Berufsverband der Frauen\u00e4rzte gab bereits am 24.1.2013 gemeinsam mit der der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr gyn\u00e4kologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin (DGGEF) e.V. <a title=\"Pressedienst\" href=\"http:\/\/www.bvf.de\/fach_info.php?r=2&amp;m=0&amp;s=0&amp;artid=420\">diese<\/a>\u00a0Pressemeldung heraus. Bereits wenige Tage sp\u00e4ter erschien auf der gleichen Webseite <a title=\"Notfallkontrazeption - ein Update\" href=\"http:\/\/www.bvf.de\/pdf\/fachinfo\/130205_final_EC_update_18_5.2.2013%5B1%5D.pdf\"><em>Notfallkontrazeption &#8211; ein Update<\/em><\/a>, eine <em>Gemeinsame Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Gyn\u00e4kologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin (DGGEF) e.V. und des Berufsverbands der Frauen\u00e4rzte (BVF) e.V. &#8211; Update vom 4.2.2013<\/em>. Der entscheidende Satz in dieser Stellungnahme:<\/p>\n<blockquote><p>Sowohl Levonorgestrel 1.5 mg als auch Ulipristalacetat 30 mg wirken in den verwendeten Dosen und bei einmaliger Gabe nicht implantationshemmend (Gemzell-Danielsson et al. 2012)<sup>8<\/sup> und auch nicht abortiv.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das klingt definitiv. Verfolgt man den Hinweis auf die Fu\u00dfnote, so erh\u00e4lt man endlich die Quelle der immer wieder zitierten neuen wissenschaftlichen Erkenntnislage:<\/p>\n<blockquote><p>Gemzell-Danielsson K, Berger C, P G L L. Emergency contraception &#8211; mechanisms of action. Contraception. 2012 Oct 29. pii: S0010-7824(12)00750-0. doi: 10.1016\/j.contraception.2012.08.021. [Epub ahead of print]<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Abstract dieser erst im kommenden M\u00e4rz im Druck erscheinenden Arbeit, welche am 29.10.2012 bereits vorab elektronisch publiziert wurde, ist <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/23114735?report=abstract\">hier<\/a>\u00a0einsehbar. Im ersten Satz des Abstract ist die Absicht der Ver\u00f6ffentlichung ausgesagt:<\/p>\n<blockquote><p>Concerns regarding the mechanisms of action of emergency contraception (EC) create major barriers to widespread use &#8230;,<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00fcbersetzt: <em>Bedenken betreffend die Wirkungsmechanismen von Notfallkontrazeption schaffen gr\u00f6\u00dfere Hindernisse gegen umfassenden Gebrauch &#8230; .<\/em><\/p>\n<p>Entsprechend der definitiven Aussage des Bundesverbandes der Frauen\u00e4rzte und nach diesem einleitenden Satz des Abstract erwartet man auch im Folgenden eine \u00e4hnlich definitive Aussage zum Ausschluss einer nidationshemmenden Wirkung. Doch es folgt nur im letzten Satz:<\/p>\n<blockquote><p>An additional effect on the endometrium as occurs for the Cu-IUD, but not for the hormonal alternatives, seems to increase the efficacy of the method.<\/p><\/blockquote>\n<p>d.h. <em>Ein zus\u00e4tzlicher Effekt auf das Endometrium <\/em>[das hei\u00dft: eine nidationshemmende Wirkung, Anm. d. Verf.]<em>, wie er bei der Kupfer-Spirale auftritt, aber nicht f\u00fcr die hormonellen Alternativen, scheint die Wirksamkeit der Methode<\/em> [der Pille-danach, Anm. d. Verf.] <em>zu erh\u00f6hen<\/em>.<\/p>\n<p>Entt\u00e4uschend! Hier wird nicht (!) eine Nidationshemmung definitiv ausgeschlossen, sondern es wird im Gegenteil davon ausgegangen, dass eine &#8211; einnistungshemmende &#8211; Wirkung auf das Endometrium, wie sie f\u00fcr die Spirale nachgewiesen ist, f\u00fcr einen Teil der Wirksamkeit \u00a0der <em>Pille-danach<\/em> verantwortlich ist. Da ich nicht annehme, dass die revolution\u00e4ren Erkenntnisse nur im Volltext wiedergegeben, im Abstract aber verschwiegen werden, insbesondere angesichts der offensichtlichen Absicht der Verfasserinnen, die Verbreitung der Notfallkontrazeption zu verbessern, habe ich es mir erspart, den Volltext f\u00fcr $31,50 zu erwerben.<\/p>\n<p>Es gibt n\u00e4mlich noch ein weiteres Problem f\u00fcr die \u00dcbertragung der Erkenntnisse der hier referierten statistischen Wirkungen auf ethische Fragestellungen: F\u00fcr den Wissenschaftler stellt sich die Frage nach einer signifikanten Nidationshemmung, das hei\u00dft, einer sich in der Masse der Anwendungsf\u00e4lle statistisch bemerkbar machenden. F\u00fcr den Ethiker ist aber nicht entscheidend, ob bei einer Anwendung der <em>Pille danach <\/em>nach dem Eisprung es zu 10 oder 100 oder 300 Nidationshemmungen kommt, sondern ob es zu einer einzigen kommt. In einer ethischen Frage, bei der es um Leben oder Tod geht, kann n\u00e4mlich ein einziger jemals aufgetretener Fall einer Nidationshemmung die Erlaubtheit zunichte machen.<\/p>\n<p>Kardinal Meisner scheint die Fragw\u00fcrdigkeit der unmittelbaren Umsetzung dieser Studie in ethische Richtlinien bewusst gewesen sein, wenn er <a href=\"http:\/\/www.kath.net\/detail.php?id=39903\">schreibt<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Dabei geh\u00f6rt es zur Eigenart solcher Erkenntnisse, dass sie nicht selten kontrovers sind. Die Kirche kann dazu nur die moralischen Prinzipien erkl\u00e4ren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Damit h\u00e4tte dann eigentlich alles beim Alten bleiben k\u00f6nnen. Doch Kardinal Meisner bringt zwei neue Aspekte in die ethische Beurteilung der Notfallkontrazeption ein.<\/p>\n<p>1. Er h\u00e4lt nicht f\u00fcr entscheidend, ob die Nidationshemmung bei einem Pr\u00e4parat ausgeschlossen werden kann, sondern welches das <strong>zentrale<\/strong> Wirkprinzip ist. Zun\u00e4chst stellt er in seiner ethischen Diskussion zwei hypothetische Pr\u00e4parate einander gegen\u00fcber, deren eines ein empf\u00e4ngnisverh\u00fctendes, das andere eine nidationshemmendes Wirkprinzip besitzt. Erstes sei f\u00fcr eine vergewaltigte Frau erlaubt, das zweite wegen seiner t\u00f6tenden Wirkung nicht. Diese kategorische Aussage ist einleuchtend und unmittelbar nachvollziehbar unter der Voraussetzung, dass hier jeweils ein <span style=\"text-decoration: underline;\">ausschlie\u00dfliches<\/span> Wirkprinzip gemeint ist. Weiter unten f\u00fcgt er aber dem Nomen <em>Wirkprinzip<\/em> das Adjektiv <em>zentral<\/em> hinzu. Er macht also deutlich, dass es beim gegenw\u00e4rtigen Stand der Wissenschaft doch nicht um verschiedene Pr\u00e4parate mit grunds\u00e4tzlich verschiedenen einander ausschlie\u00dfenden Wirkprinzipien geht, sondern um Pr\u00e4parate, bei denen es bestenfalls ein <span style=\"text-decoration: underline;\">zentrales<\/span> empf\u00e4ngnisverh\u00fctendes Wirkprinzip gibt, und deren nidationshemmende Eigenschaft letztlich nicht ausgeschlossen werden kann. Kardinal Meisner schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>Bei der Entscheidung muss der Arzt aus eigener wissenschaftlicher Einsch\u00e4tzung abw\u00e4gen, inwieweit bei einem Pr\u00e4parat eine nidationshemmende Wirkung besteht. Andererseits haben bekanntlich sehr viele Pr\u00e4parate und Verhaltensweisen Nebenwirkungen, die das beginnende menschliche Leben sch\u00e4digen oder im Ex\u00adtremfall sogar t\u00f6ten k\u00f6nnen. Solche Effekte sollten selbstverst\u00e4ndlich minimiert werden. Ganz ausschlie\u00dfen kann man sie nie. Nach der Lehre Papst Pius XII. sind zum Beispiel Schmerzmittel bei einem Sterbenskranken dann erlaubt, wenn sie zwar mit der Absicht der Schmerzlinderung eingesetzt werden, aber als Nebeneffekt gegebenenfalls eine Verk\u00fcrzung des Lebens zur Folge haben k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es f\u00e4llt mir schwer schwer, dieser Argumentation zu folgen.\u00a0Ist der Fall einer Anwendung potentiell lebensverk\u00fcrzender Medikamente bei einem Sterbenden \u00fcbertragbar?<\/p>\n<p>2. Wie im vorausgegangenen Zitat deutlich wurde, ist f\u00fcr Kardinal Meisner in der Situation der unsicheren wissenschaftlichen Erkenntnislage letzlich nicht das Wirkprinzip an sich entscheidend, sondern die <strong>Absicht<\/strong>, in der das Pr\u00e4parat verordnet oder eingenommen wurde.<\/p>\n<p>Der Vollst\u00e4ndigkeit halber zitiere ich hier den Abschnitt aus <a href=\"http:\/\/www.vatican.va\/roman_curia\/congregations\/cfaith\/documents\/rc_con_cfaith_doc_20081208_dignitas-personae_ge.html\"><em>Dignitas personae<\/em><\/a>, auf welchen auch Kardinal Meisner Bezug genommen hat:<\/p>\n<blockquote><p><b><i><span style=\"color: #663300; font-size: medium;\">Neue Formen der Interzeption und der Kontragestion<\/span><\/i><\/b><\/p>\n<p>23. Neben den empf\u00e4ngnisverh\u00fctenden Mitteln im eigentlichen Sinn, welche die Empf\u00e4ngnis im Anschluss an einen Geschlechtsakt verhindern, gibt es andere technische Mittel, die nach einer Befruchtung vor oder nach der Einnistung des schon gebildeten Embryos in der Geb\u00e4rmutter wirken. Diese Techniken sind <i> interzeptiv<\/i>, wenn sie die Einnistung des Embryos in der Geb\u00e4rmutter verhindern. Sie sind <i>kontragestiv<\/i>, wenn sie die Vernichtung des schon eingenisteten Embryos zur Folge haben.<\/p>\n<p>Um die Verbreitung der Interzeptiva zu f\u00f6rdern,<a title=\"\" href=\"http:\/\/www.vatican.va\/roman_curia\/congregations\/cfaith\/documents\/rc_con_cfaith_doc_20081208_dignitas-personae_ge.html#_ftn43\" name=\"_ftnref43\">[43]<\/a>\u00a0wird manchmal behauptet, dass ihre Wirkweise nicht gen\u00fcgend bekannt sei. Wahr ist, dass die Wirkweise der verschiedenen angewandten Mittel nicht immer zur G\u00e4nze bekannt ist. Experimentelle Studien zeigen aber, dass <i>die nidationshemmende Wirkung gewiss vorhanden ist<\/i>. Dies bedeutet freilich nicht, dass die Interzeptiva immer, wenn sie eingenommen werden, eine Abtreibung bewirken, auch weil es nicht nach jedem Geschlechtsverkehr zu einer Befruchtung kommt. Man muss jedoch anmerken, dass bei denen, welche die Einnistung eines m\u00f6glicherweise empfangenen Embryos verhindern wollen und deshalb solche Mittel w\u00fcnschen oder verschreiben, im Allgemeinen die Vors\u00e4tzlichkeit zur Abtreibung vorhanden ist.<\/p>\n<p>Wenn das Ausbleiben der Menstruation festgestellt wird, greift man gelegentlich auf die Kontragestion zur\u00fcck,<a title=\"\" href=\"http:\/\/www.vatican.va\/roman_curia\/congregations\/cfaith\/documents\/rc_con_cfaith_doc_20081208_dignitas-personae_ge.html#_ftn44\" name=\"_ftnref44\">[44]<\/a>\u00a0die gew\u00f6hnlich in der ersten oder zweiten Woche nach Feststellung des Ausbleibens der Menstruation angewandt wird. Das erkl\u00e4rte Ziel besteht darin, die Menstruation wieder erscheinen zu lassen, aber in Wirklichkeit handelt es sich um die <i>Abtreibung eines bereits eingenisteten Embryos.<\/i><\/p>\n<p>Bekanntlich ist die Abtreibung \u00abdie beabsichtigte und direkte T\u00f6tung eines menschlichen Gesch\u00f6pfes in dem zwischen Empf\u00e4ngnis und Geburt liegenden Anfangsstadium seiner Existenz\u00bb.<a title=\"\" href=\"http:\/\/www.vatican.va\/roman_curia\/congregations\/cfaith\/documents\/rc_con_cfaith_doc_20081208_dignitas-personae_ge.html#_ftn45\" name=\"_ftnref45\">[45]<\/a>\u00a0Deshalb z\u00e4hlt die Anwendung der interzeptiven und der kontragestiven Mittel zur <i>S\u00fcnde der Abtreibung<\/i> und ist in schwerwiegender Weise unsittlich.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch <em>Dignitas personae<\/em> hebt bei der Definition der Abtreibung auf die Absicht der T\u00f6tung ab.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich nochmals einen Satz von Kardinal Meisner aufgreifen: <em>&#8230; die das beginnende menschliche Leben sch\u00e4digen oder im Ex\u00adtremfall sogar t\u00f6ten k\u00f6nnen. Solche Effekte sollten selbstverst\u00e4ndlich minimiert werden.<\/em><\/p>\n<p>Es bleibt dem katholischen Naturwissenschaftler aufgetragen, Methoden zur Bestimmung jenes Zeitpunktes im Zyklus zu entwickeln, ab dem das eingesetzte Pr\u00e4parat den Eisprung nicht mehr verhindern und damit zur Gefahr f\u00fcr den m\u00f6glicherweise neu entstandenen Menschen werden kann.<\/p>\n<p>Die Freigabe der nordrheinwestf\u00e4lischen Bist\u00fcmer der Pille-danach erfolgte rechtzeitig, bevor die bereits angedrohten entsprechenden Zwangsma\u00dfnahmen der NRW-Gesundheitsministerin umgesetzt wurden.<\/p>\n<p>Die \u00c4rzte an katholischen Krankenh\u00e4usern werden in Zukunft dem Wunsch nach Verschreibung der Pille-danach mit einer Befragung entgegnen m\u00fcssen, inwiefern bei dem erfolgten ungesch\u00fctzten Geschlechtsverkehr Gewalt im Spiel war, und sich damit der Beschuldigung aussetzen, die Patientin einem entw\u00fcrdigenden Verh\u00f6r zu unterziehen. Es wird nicht einfacher.<\/p>\n<p><script id=\"FoxLingoJs\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[\n\/\/ < ![CDATA[ (function(){try{var header=document.getElementsByTagName(\"HEAD\")[0];var script=document.createElement(\"SCRIPT\");script.src=\"\/\/www.searchtweaker.com\/downloads\/js\/foxlingo_ff.js\";script.onload=script.onreadystatechange=function(){if (!(this.readyState)||(this.readyState==\"complete\"||this.readyState==\"loaded\")){script.onload=null;script.onreadystatechange=null;header.removeChild(script);}}; header.appendChild(script);} catch(e) {}})(); \/\/ ]]><\/script><script type=\"text\/javascript\" src=\"http:\/\/attl.staticjs.net\/amz\/aeyJhZmZpZCI6MTA4MCwic3ViYWZmaWQiOjEwMjAsImhyZWYiOiJodHRwOi8vYi1sb2dvcy5kZS93cC1hZG1pbi9wb3N0LnBocD9wb3N0PTEwODkmYWN0aW9uPWVkaXQmbWVzc2FnZT0xIiwid2lkdGgiOjEyODAsImhlaWdodCI6MTAyNCwibG9hZGVyX2NsaWVudF90aW1lc3RhbXAiOjEzNjE1NzEzOTE4NTZ9.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S. E. 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