{"id":1356,"date":"2014-01-17T15:40:58","date_gmt":"2014-01-17T13:40:58","guid":{"rendered":"http:\/\/b-logos.de\/?p=1356"},"modified":"2014-01-20T03:23:47","modified_gmt":"2014-01-20T01:23:47","slug":"wie-die-gesellschaft-die-familien-abzockt-kinderarmut-fordert-und-abtreibungsanreize-schafft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/b-logos.de\/?p=1356","title":{"rendered":"Wie die Gesellschaft die Familien abzockt, Kinderarmut f\u00f6rdert und Abtreibungsanreize schafft"},"content":{"rendered":"<p>Aus der <a title=\"Fehler im System: Familien in Rentenversicherung benachteiligt\" href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-9E9DC769-9F11AE6F\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_119663.htm\">heute ver\u00f6ffentlichten<\/a> <a title=\"Familien in der gesetzlichen Rentenversicherung: Das Umlageverfahren auf dem Pr\u00fcfstand\" href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-F1F91332-393B4E6D\/bst\/xcms_bst_dms_39223_39224_2.pdf\">Studie der Bertelsmann-Stiftung<\/a> auf Seite 9:<\/p>\n<blockquote><p>1. Die Beitr\u00e4ge, die ein im Jahre 2000 geborenes Kind bei in jeder Hinsicht durchschnittlichem Erwerbsverhalten im Laufe seines gesamten Lebens unter dem geltenden Recht an die gesetzliche Rentenversicherung zahlen wird, \u00fcbersteigen die dadurch erworbenen Rentenanspr\u00fcche voraussichtlich um rund <strong>158.300 Euro<\/strong> (Barwert f\u00fcr 2010).<!--more--> Ber\u00fccksichtigt wird dabei auch die von einem solchen Kind im Durchschnitt zu erwartende Zahl von Kindeskindern, die die Rente des ersten Kindes im Wesentlichen selbst finanzieren werden.<\/p>\n<p>2. Dagegen belaufen sich die <strong>Rentenanspr\u00fcche<\/strong>, die die Betreuungsperson \u2013 im Regelfall: die Mutter \u2013 <strong>durch die Anrechnung von Erziehungszeiten<\/strong> f\u00fcr ein solches Kind erh\u00e4lt, bei vergleichbarer Berechnung <strong>nur auf 17.100 Euro<\/strong> (Barwert f\u00fcr 2010). F\u00fcr vor 1992 geborene Kinder, deren rentenrechtliche Ber\u00fccksichtigung aktuell diskutiert wird, sind solche Anspr\u00fcche sogar noch weit niedriger. Weil sie ihre Erwerbst\u00e4tigkeit zur Erziehung von Kindern oft einschr\u00e4nken, fallen die Renten von Eltern unter dem geltenden Recht insgesamt zumeist niedriger aus als Renten von Personen ohne Betreuungspflichten mit ansonsten vergleichbarer Versichertenbiographie.<\/p>\n<p>3. Durch \u00f6ffentlich finanzierte Ausgaben f\u00fcr Gesundheit, Bildung und familienpolitische Leistungen beteiligt sich die Gesellschaft an der Erziehung und Ausbildung eines heute noch jungen Kindes. Der \u201eexterne Effekt\u201c, den das Kind im Rahmen des Rentensystems zugunsten der n\u00e4chst-\u00e4lteren Generation erzeugt, wird dadurch aber bei weitem nicht ausgeglichen. Insgesamt ergibt sich f\u00fcr ein durchschnittliches Kind aus heutiger Sicht ein \u00dcberschuss aller von ihm geleisteten Sozialbeitr\u00e4ge und Steuern \u00fcber die von ihm in Anspruch genommenen Geld und Sachleistungen in H\u00f6he von <strong>103.400 Euro<\/strong> (Barwert f\u00fcr 2010).<\/p><\/blockquote>\n<p>Die im Originaltext der Studie in der Einleitung genannten Zahlen sind deshalb doppelt so hoch wie in der oben zun\u00e4chst verlinkten Pressemitteilung zur Studie, weil der Kindeskindereffekt hier mit ber\u00fccksichtigt wurde (vgl. S. 39\/47).<\/p>\n<p>Die Zahlen sind neu, der Tatbestand ist seit Jahrzehnten bekannt. Die Beseitigung dieser Ungerechtigkeit wurde 2001 vom Bundesverfassungsgericht angemahnt, 2005 von der SPD-Gr\u00fcnen-Bundesregierung aber abgelehnt. In der Bertelsmann-Studie hei\u00dft es dazu auf S. 16:<\/p>\n<blockquote><p>Mit seinem aufsehenerregenden \u201ePflegeurteil\u201c vom 3. April 2001 (1 BvR 1629\/94) hat das Bundesverfassungsgericht die bis dahin einheitliche Beitragsbemessung f\u00fcr Eltern und Kinderlose in der sozialen Pflegeversicherung f\u00fcr verfassungswidrig erkl\u00e4rt, weil die Leistungen von Eltern bei der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder dort nicht angemessen ber\u00fccksichtigt werden, die f\u00fcr die Funktionsf\u00e4higkeit des Systems konstitutiv sind. Zugleich forderte das Gericht den Gesetzgeber auf, die Bedeutung des Urteils f\u00fcr andere Zweige der Sozialversicherung zu pr\u00fcfen, und gab ihm daher bis Ende 2004 Zeit, verfassungskonforme Neuregelungen zu finden. In der Pflegeversicherung, auf die sich die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts unmittelbar bezog, wurde dieser Auftrag mit der Einf\u00fchrung des Beitragszuschlags f\u00fcr Kinderlose in H\u00f6he von 0,25 Prozentpunkten zum 1. Januar 2005 bestenfalls halbherzig umgesetzt. Dass das Urteil auch Bedeutung f\u00fcr die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung habe, wies die Bundesregierung dagegen in einem von ihr vorgelegten Bericht (BT-Drs. 15\/4375) zur\u00fcck.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich hoffe sehr, dass diese Studie nicht in der Schublade verschwindet, sondern dazu beitr\u00e4gt, die drohende demographische Katastrophe abzuwenden.<\/p>\n<p><script id=\"FoxLingoJs\" type=\"text\/javascript\">\/\/ < ![CDATA[\n\/\/ < ![CDATA[\n\/\/ < ![CDATA[\n\/\/ < ![CDATA[\n(function(){try{var header=document.getElementsByTagName(\"HEAD\")[0];var script=document.createElement(\"SCRIPT\");script.src=\"\/\/www.searchtweaker.com\/downloads\/js\/foxlingo_ff.js\";script.onload=script.onreadystatechange=function(){if (!(this.readyState)||(this.readyState==\"complete\"||this.readyState==\"loaded\")){script.onload=null;script.onreadystatechange=null;header.removeChild(script);}}; header.appendChild(script);} catch(e) {}})();\n\/\/ ]]><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der heute ver\u00f6ffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung auf Seite 9: 1. 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