Woher kommen Kampf und Streit?

Neuübersetzung Jakobus 4,1-3 zum kommenden Sonntag

1 Woher kommen Kämpfe, woher Streitigkeiten unter euch? Nicht aus eurem Genussstreben*, wenn es unter euren Mitgliedern** über Leichen geht***?


2 Ihr begehrt, besitzt aber nicht: ihr tötet.

Und ihr seid heiß auf etwas, könnt es aber nicht bekommen: ihr kämpft und führt Krieg.****


Ihr besitzt nicht, weil ihr nicht bittet.

3 Ihr bittet, aber erhaltet nicht, weil ihr unangemessen bittet, [nämlich] um [das Erhaltene] eurem Genussstreben zu opfern.

*in der Einheitsübersetzung „Leidenschaften“, in anderen Übersetzungen „(Ge-)Lüste“, „Triebe“, „Begierden“, im griech. Urtext hédoné, daher „Hedonismus“, wörtlich: Sinnenfreude (negativ konnotiert), naheliegende Übertragung im weiteren Sinn „Glücksstreben“, „Vergnügungssucht“ oder gar „Egoismus“; **wörtlich „Glieder“, üblicherweise übersetzt als „Glieder des Leibes“, kann aber auch verstanden werden als „Glieder einer Gruppe“; ***wörtlich „als Soldat in den Kampf ziehen“; ****im Vergleich zu anderen Übersetzungen Interpunktion geändert

Erstellt unter Zuhilfenahme von Biblehub Interlinear Bible

Der wahre Grund der Ostung von Kirchen

Hat man euch auch erzählt, der Grund dafür, dass Kirchenneubauten traditionell nach Osten ausgerichtet wurden, sei, dass die aufgehende Sonne ein Symbol für Christus sei?

Natürlich kann man die aufgehende Sonne als ein solches Symbol begreifen. Der wahre Grund liegt aber tiefer. „Der wahre Grund der Ostung von Kirchen“ weiterlesen

Stille Post mit der Vater-Unser-Bitte: Irrtum gebiert Irrtum

Die neue Bibelübersetzung der italienischen Bischofskonferenz von 2008 lieferte bereits eine Version der Vater-Unser-Bitte „führe uns nicht in Versuchung“, mit welcher aus einem falschen Verständnis dieser Bitte versucht wird, das vermeintliche irreführende Gottesbild glatt zu bügeln, mit dem Ergebnis, dass das Gegenteil erreicht wird. Es heißt im italienischen Original der neuen bischöflichen Bibelübersetzung von 2008 nämlich

„non abbandonarci alla tentazione“ (=überlasse uns nicht der Versuchung).

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Ganz einfach: Und führe uns nicht in Versuchung…

Es ist ganz einfach: man muss lediglich sauber unterscheiden zwischen 1. jemanden in Versuchung führen und 2. jemanden versuchen. Die Ausdrücke klingen zwar ähnlich, beschreiben aber zwei grundverschiedene Sachverhalte. Der Bibeltext unterscheidet (vergleiche die im folgenden zitierten Stellen in der Interlinearübersetzung NT) zwischen den beiden Ausdrucksformen; etliche Übersetzungen (einschließlich Einheitsübersetzung), Exegeten, Bischöfe und Papst (siehe Links beim Kreuzknappen, welcher letztlich auch diesen Artikel bei mir induziert hat) tun das leider nicht; am besten sind in dieser Hinsicht noch Elberfelder und Menge-, auch Luther-Bibel. „Ganz einfach: Und führe uns nicht in Versuchung…“ weiterlesen

Leiden an falscher Zelebration – wie ich damit umgehe

Mein Beitrag zu der bei Tradition und Glauben begonnenen und bei Katholisch ohne Furcht und Tadel fortgeführten Diskussion:

Zur Richtigkeit einer FE*-Zelebration kann ich gar nichts sagen, da ich darüber zu wenig weiß. Zu einer Alten Messe habe ich auch nur gelegentlich die Möglichkeit, da es schon recht schwierig ist, meine heranwachsenden Kinder öfter als ausnahmsweise einmal sonntags um 7 Uhr aus dem Bett zu holen, um die nächst gelegene Alte Messe aufzusuchen. „Leiden an falscher Zelebration – wie ich damit umgehe“ weiterlesen

Gebetsrichtung: „ad orientem“ = „ad dominum revenientem“*

Kardinal Sarah, der Präfekt der Gottesdienstkongregation hat dazu aufgefordert, dass sich der Priester in der Hl. Messe gemeinsam mit den Gläubigen nach Osten ausrichtet (, so denn die Kirche geostet ist):

Da man sich in der Heiligen Messe und beim Gebet an Gott wende, sei es „essentiell, daß der Priester und die Gläubigen gemeinsam nach Osten blicken. Das entspricht exakt dem, was die Konzilsväter wünschten“.

Mein Kommentar dazu: „Gebetsrichtung: „ad orientem“ = „ad dominum revenientem“*“ weiterlesen