Strafrechtliche Ermittlungen gegen Antonio Kardinal Cañizares eröffnet

Der Erzbischof von Valencia hatte in einer Predigt vom 13.5.2016 die Gender-Ideologie und das „Schwulen-Imperium“ kritisiert. Daraufhin hatten feministische Gruppen die Regierung zur strafrechtlichen Verfolgung des Kardinals aufgerufen, wie der Catholic Herald am 7.6. und in der Folge kath.net in deutscher Übersetzung heute berichtet hatten.

Infovaticana berichtet heute, dass die Provinzstaatsanwaltschaft von Valencia unter dem Druck der Homosexuellen-Lobbygruppe Lambda strafrechtliche Ermittlungen gegen den Kardinal aufgenommen hat. Die zuständige Staatsanwältin für Hassverbrechen wird nun untersuchen, ob sich Cañizares der Anstachelung zum Hass schuldig gemacht hat.

Nach Artikel 510 des Spanischen Strafgesetzbuches werden Verbreitung von oder Anstiftung zu Diskriminierung, Hass oder Gewalt mit Freiheitsstrafe zwischen 1 und 4 Monaten und mit Geldstrafe zwischen 6 und 12 Monatssätzen bestraft.

Der Artikel 510 des Spanischen Strafgesetzbuches entspricht dem § 130 des deutschen Strafgesetzbuches („Volksverhetzung“) bzw. dem § 283 des österreichischen StGb („Verhetzung“) oder dem Art. 261 des schweizerischen StGb  („Verbrechen und Vergehen gegen den öffentlichen Frieden“). Während in deutschsprachigen Staaten Bedingung für den Straftatbestand eine Gefährdung des öffentlichen Friedens ist, ist dies in Spanien nicht der Fall. Letztere Info wurde entnommen aus einer Ausarbeitung des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages.

Kirche überlebt: Reinhard Kardinal Marx?

 

Der Buchtitel von Marx’ kleiner Schrift „Kircheüberlebt“ enthält Doppeldeutiges: Die Kirche wird auch die gegenwärtige Krise überleben, und: Sie ist überlebt.

… heißt es in der Rezension von Hubert Hecker. Da die Beziehung zwischen Kardinal Marx und den katholischen Bloggern ja leider nicht unbelastet ist, konnte ich es mir weder verkneifen, für den Titel dieses Artikels aus dem Buchtitel ein weiteres Wortspiel zu fabrizieren — ich muss doch als katholischer Blogger ständig darum bemüht sein, Eminenz meine Zurechnungsfähigkeit zu beweisen —, noch mit der Thematisierung der verächtlichen Aussage meinen Kommentar zur Thematik der Abhandlung zu beginnen:

1. Wie will Kardinal Marx zu Dialog fähig sein oder gar evangelisierend oder missionierend die Gesellschaft und die (digitale) Welt „begleiten“, wenn er die eigenen Leute als verblödet bezeichnet?
2. Mit seiner Autonomiedrohung hat er die seit der Königssteiner Erklärung von 1968 bestehende Abnabelung des deutschkatholischen Gewissens vom universalen Lehramt fortgesetzt. Wie sollen abgeschnürte Rebzweige Frucht bringen?
3. Wäre es nach dem Ende der Ära Lehmann, angesichts der von diesem Kardinal in dessen Zeit als Vorsitzendem der DBK vollzogenen Leugnung eines Glaubens an die Kirche, nicht an der Zeit, den 9. Artikel des CREDO feierlich neu öffentlich zu bekennen? Deutlich zu machen, dass auch die Kirche – in ihrer transzendenten Wirklichkeit als Körper von Jesus, dem Herrn – des Glaubens würdig ist.
4. Vieles was sich im deutschsprachigen Raum als „kirchlich“ oder „katholisch“ bezeichnet, ist im Absterben begriffen. Das Evangelium Joh 15,1-8 in der Hl. Messe  mit Papst Benedikt im Berliner Olympiastadion am 22.9.2011 nannte die Ursachen: Wer in Christus bleibt, bringt reiche Frucht. Wer nicht in Christus bleibt, verdorrt. So einfach (und so schwer) ist es.
Das euphemistische Wort von einer quasi meteorologischen Verdunstung des Gottesglaubens ist billig. Wer in seinem persönlichen Verantwortungsbereich Unfruchtbarkeit feststellt, sei dringend zur Umkehr aufgerufen. Mit weniger als Heiligkeit fruchtet da nichts. Die angemessene „Sozialgestalt“ kommt dann schon von selbst.

Heute vollkommener Ablass zu gewinnen

Demjenigen Christgläubigen, der das Sühnegebet (»Liebreicher Jesus« [Iesu dulcissime]) öffentlich (in Gemeinschaft) am Herz-Jesu-Fest betet, wird ein vollkommener [siehe Anmerkung am Ende des Artikles] Ablass gewährt; in anderen Fällen wird ein Teilablass gewährt.

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Brustkrebs: ideologisch unerwünschte Risikofaktoren werden verschwiegen

Meine Ergänzung zum Artikel EurOPA – Die wahren Gründe für den demographischen Winter:

Brustkrebs, in Deutschland die häufigste Krebsart bei Frauen, ist eine besonders tückische Erkrankung, weil sie im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen nicht erst im Rentenalter auftritt, sondern oft viele Jahre früher. Dabei sind die Risikofaktoren bekannt und bei entsprechender Lebensweise wäre die Erkrankung fast vollständig vermeidbar. In Bangla Desh ist Brustkrebs praktisch unbekannt. „Brustkrebs: ideologisch unerwünschte Risikofaktoren werden verschwiegen“ weiterlesen

Gebetsrichtung: „ad orientem“ = „ad dominum revenientem“*

Kardinal Sarah, der Präfekt der Gottesdienstkongregation hat dazu aufgefordert, dass sich der Priester in der Hl. Messe gemeinsam mit den Gläubigen nach Osten ausrichtet (, so denn die Kirche geostet ist):

Da man sich in der Heiligen Messe und beim Gebet an Gott wende, sei es „essentiell, daß der Priester und die Gläubigen gemeinsam nach Osten blicken. Das entspricht exakt dem, was die Konzilsväter wünschten“.

Mein Kommentar dazu: „Gebetsrichtung: „ad orientem“ = „ad dominum revenientem“*“ weiterlesen

Wie gefährlich das Zika-Virus wirklich ist

Das Nachrichtenportal Katholisches.info brachte vor 3 Tagen die Meldung, dass von 34 mit Zika-Virus infizierten schwangeren Frauen alle fünf, die inzwischen entbunden haben, gesunde Kinder zur Welt brachten. Dass diese Tatsache einer Meldung wert ist, bringt das freudige Erstaunen zum Ausdruck, dass das Zika-Virus offensichtlich doch nicht so gefährlich ist, wie angenommen. Gleichzeitig erhärtet sich der Verdacht, dass mit dem Zika-Virus Abtreibungs-Propaganda gemacht wird. „Wie gefährlich das Zika-Virus wirklich ist“ weiterlesen

In eigener Blog-Sache – die gute und die schlechte Nachricht

  • Die schlechte Nachricht: nach einem Update von WordPress funktionierte meine Webseite nicht mehr. Blöd wie ich war, installierte ich WordPress neu, ohne eine Sicherung meiner Datenbank zu machen. Damit sind alle Artikel weg, die ich seit Januar – seit ich nach der Adware-Verseuchung meines Blogs alles gelöscht und neu aufgesetzt habe – verfasst habe.
  • Die gute Nachricht: aus einer Datensicherung konnte ich die alten Artikel – von 2011 bis 2015 – wiederherstellen – ohne Adware-Seuche.
  • Und noch ein Schmankerl: mit Hilfe der Freeware XnView konnte ich aus einer .ico-Datei mein altes Logo in voller Größe wiederherstellen. 🙂

Haben wir die Forderung nach der „Homo-Ehe“ dem II. Vaticanum zu verdanken?

Der Kirchenrechtler Klaus Lüdicke ist der Auffassung, dass durch das Zweite Vatikanische Konzil eine schwerwiegende Veränderung im Eheverständnis eingetreten ist, nämlich „dass aus der Ehe als Zweckgemeinschaft eine Selbstzweck-Gemeinschaft geworden ist“. „Haben wir die Forderung nach der „Homo-Ehe“ dem II. Vaticanum zu verdanken?“ weiterlesen