Quo vadis, Kardinal Koch?

 

Zum Artikel Kardinal Koch: Luther wurde von drei Päpsten rehabilitiert

Der hier so genannte Ökumene-Experte Hoff vertritt das protestantische Ökumene-Konzept des kleinsten gemeinsamen Nenners. Dafür sollen katholische Christen dann 70% dessen, was sie in 2000 Jahren durch den Heiligen Geist gelehrt wurden, über Bord werfen, wie es die Reformatoren bereits vor 500 Jahren getan haben, sprich protestantisch werden. Für die hier von einem katholischen Theologieprofessor vorgeschlagene „gegenseitige eucharistische Gastfreundschaft“ muss ein Katholik dann glauben, dass ein nicht zum Priester geweihter evangelischer Pfarrer gültig eine Eucharistiefeier zelebrieren kann, oder wie? Schlimmer noch: es verfällt sogar der einst von mir so geschätzte Kardinal Koch in dieses verdunkelnde Sprechen von „der gegenseitigen Teilhabe am eucharistischen Tisch“.
Ein evangelisches Abendmahl ist doch aus katholischer Sicht – im besten Fall nicht intendiert, aber faktisch – eine Messsimulation und damit schwerster liturgischer Missbrauch.
Welch eine Finsternis!

Zum Kommentar von Adson_von_Melk

Das wird interessant.
Der Text ist „bis 31. Okt“ unter Embargo, mindestens den relevanten Personen aber sicher schon bekannt.

Ich könnte mir vorstellen, dass es dem lutherischen Ehepartner eines Katholiken gestattet wird, im in der Messe die Kommunion zu empfangen (nicht aber umgekehrt, wegen des unterschiedlichen Amtsverständnisses.) Als Begründung würde der auch bei Lutheranern vorhandene Glaube an die Realpräsenz Jesu Christi im Sakrament angeführt werden.

Ich habe einmal als Richtschnur das gehört:

Wer das AMEN nach dem Hochgebet ehrlich mitsprechen kann, könnte auch daran denken, die Kommunion zu empfangen. Schließlich sei die Kirche dazu da, möglichst viele zu Gott zu führen, nicht möglichst wenige, und wenn man ein vollständig korrektes theologisches Verständnis verlangt, könnten auch die meisten Katholiken nicht zur Kommunion.

Andererseits, Nachsatz:
Ein wirklich ehrliches Amen nach dem Hochgebet ist schon auch eine anspruchsvolle Forderung.

Ihre gutmütige Spekulation über eine dogmatisch vieleicht gerade noch haltbare Ausnahmegenehmigung in allen Ehren – im Text des Artikels ist bei Kenney, Koch und Hoff ausdrücklich von Gegenseitigkeit die Rede. Das ist eine ganz andere Hausnummer. Diesem Wortlaut nach werden hier katholische Essentials zur Disposition gestellt, nur um sich bei jenen Glaubensgeschwistern anzubiedern, welche gegenüber dem jeweiligen Zeitgeist (braun, rot, grün, regenbogen) noch weniger Resistenz zeigten als die Katholiken.
In lehrmäßiger Hinsicht haben sich zumindest hierzuland in den letzten Jahrzehnten die Gräben zu den lutheranischen Protestanten vertieft, weil diese in fortschreitender „Reformation“ laufend weitere bisherige Gemeinsamkeiten über Bord geworfen haben: Unauflöslichkeit der Ehe, Lebensschutz am Anfang und Ende des Lebens, Frauenordination, Definition der Ehe (Mann und Frau), Schutz von Kindern vor Sexualindoktrinierung.
Und nun plötzlich Mäntelchen-Ökumene um jeden Preis?

Quo vadis, Bischof Stefan Oster?

Der bisher so hoffnungsvoll gestartete Bischof Stefan Oster von Passau hat am 20 Juli auf seiner Webseite den Artikel „Brief an die Priester im Nachgang zum päpstlichen Schreiben ‚Amoris laetitia‘ (AL)“ veröffentlicht. Darin bekräftigt er das JEIN von AL mit einem ebenso klaren JEIN. „Quo vadis, Bischof Stefan Oster?“ weiterlesen

Wenn es nur einen Papst geben kann – welcher ist der rechtmäßige?

Mein Kommentar zum Artikel Benedikt XVI. der letzte Papst? „Alles ist möglich“, meint Benedikt selbst auf katholisches.info.

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass Benedikt XVI. in der Liste der Päpste nach den sogenannten Weissagungen des Malachias nicht der letzte, sondern der vorletzte Papst („Gloria olivae“) wäre. „Wenn es nur einen Papst geben kann – welcher ist der rechtmäßige?“ weiterlesen

Lieber Papst Benedikt, nicht nur die Kommission Ecclesia Dei ist schuld.

„… erst im Zusammenhang mit der Exkommunikationsaufhebung ausgestrahlt“ heißt es im heutigen Artikel auf katholisches.info.
Es war sogar so, dass das genaue Timing der Ausstrahlung des Interviews offenbar nur mit Insiderwissen aus dem Vatikan möglich war. „Lieber Papst Benedikt, nicht nur die Kommission Ecclesia Dei ist schuld.“ weiterlesen

Strafrechtliche Ermittlungen gegen Antonio Kardinal Cañizares eröffnet

Der Erzbischof von Valencia hatte in einer Predigt vom 13.5.2016 die Gender-Ideologie und das „Schwulen-Imperium“ kritisiert. Daraufhin hatten feministische Gruppen die Regierung zur strafrechtlichen Verfolgung des Kardinals aufgerufen, wie der Catholic Herald am 7.6. und in der Folge kath.net in deutscher Übersetzung heute berichtet hatten. „Strafrechtliche Ermittlungen gegen Antonio Kardinal Cañizares eröffnet“ weiterlesen

Heute vollkommener Ablass zu gewinnen

Demjenigen Christgläubigen, der das Sühnegebet (»Liebreicher Jesus« [Iesu dulcissime]) öffentlich (in Gemeinschaft) am Herz-Jesu-Fest betet, wird ein vollkommener [siehe Anmerkung am Ende des Artikles] Ablass gewährt; in anderen Fällen wird ein Teilablass gewährt.

„Heute vollkommener Ablass zu gewinnen“ weiterlesen

Brustkrebs: ideologisch unerwünschte Risikofaktoren werden verschwiegen

Meine Ergänzung zum Artikel EurOPA – Die wahren Gründe für den demographischen Winter:

Brustkrebs, in Deutschland die häufigste Krebsart bei Frauen, ist eine besonders tückische Erkrankung, weil sie im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen nicht erst im Rentenalter auftritt, sondern oft viele Jahre früher. Dabei sind die Risikofaktoren bekannt und bei entsprechender Lebensweise wäre die Erkrankung fast vollständig vermeidbar. In Bangla Desh ist Brustkrebs praktisch unbekannt. „Brustkrebs: ideologisch unerwünschte Risikofaktoren werden verschwiegen“ weiterlesen

Gebetsrichtung: „ad orientem“ = „ad dominum revenientem“*

Kardinal Sarah, der Präfekt der Gottesdienstkongregation hat dazu aufgefordert, dass sich der Priester in der Hl. Messe gemeinsam mit den Gläubigen nach Osten ausrichtet (, so denn die Kirche geostet ist):

Da man sich in der Heiligen Messe und beim Gebet an Gott wende, sei es „essentiell, daß der Priester und die Gläubigen gemeinsam nach Osten blicken. Das entspricht exakt dem, was die Konzilsväter wünschten“.

Mein Kommentar dazu: „Gebetsrichtung: „ad orientem“ = „ad dominum revenientem“*“ weiterlesen

Wie gefährlich das Zika-Virus wirklich ist

Das Nachrichtenportal Katholisches.info brachte vor 3 Tagen die Meldung, dass von 34 mit Zika-Virus infizierten schwangeren Frauen alle fünf, die inzwischen entbunden haben, gesunde Kinder zur Welt brachten. Dass diese Tatsache einer Meldung wert ist, bringt das freudige Erstaunen zum Ausdruck, dass das Zika-Virus offensichtlich doch nicht so gefährlich ist, wie angenommen. Gleichzeitig erhärtet sich der Verdacht, dass mit dem Zika-Virus Abtreibungs-Propaganda gemacht wird. „Wie gefährlich das Zika-Virus wirklich ist“ weiterlesen